Was einmal war

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Bol Sophie Lillies Werk Was einmal war, das Standardwerk der österreichischen Provenienzforschung, ist wieder lieferbar. Auf knapp 1500 Seiten finden sich detaillierte Darstellungen der Arisierung und der Verschleppung der Kunstsammlungen von 148 jüdischen Familien in Wien. Zwei Jahre lang hat die Autorin akribisch recherchiert und Material zusammengetragen. Hunderte Bilder, tausende Fußnoten sowie ein Namens- und Ortsregister unterstreichen den lexikalischen Charakter dieses Buches. Sophie Lillies Recherchen und ihre unglaublichen Bemühungen bilden die Grundlage zahlreicher wissenschaftlicher Arbeiten der Provenienzforschung. Das Buch erzeugte bereits bei seinem erstmaligen Erscheinen vor fünf Jahren eine immense Resonanz, national wie international. Die Dokumente der enteigneten Kunstsammlungen Wiens bezeugen nicht nur einen systematischen und durch einen hoch bürokratisierten Enteignungsapparat erst möglichen Raubzug, der politisch wie wirtschaftlich einen festen Platz im NS-Regime einnahm. Sie legen auch das Ausmaß seiner Unmenschlichkeit bloß, mündete doch die Vernichtung privaten Lebens in Vertreibung und Ermordung. Die in die Sammlerporträts einfließenden Erzählungen von Nachkommen, die den Geist ihrer Eltern und Großeltern mit in das Exil gerettet haben, gewähren Einblick in das Schicksal zahlreicher Familien, deren Kunstsammlungen einst den gesellschaftlichen Aufstieg des assimilierten jüdischen Bürgertums ebenso wie dessen Akkulturation symbolisierten. Sophie Lillie zeichnet, wo dies möglich ist, den Weg zahlreicher Kunstobjekte bis in die Gegenwart nach. Neben Privatpersonen kam vielfach die Republik Österreich in den Besitz der geraubten Kulturgüter und zögerte deren

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  • 9783707600490
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