Rosensohn
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Beschrijving
Bol
Rosensohn entfaltet in dichterisch verdichteter Form eine Welt, in der Naturbild, Liebesallegorie und moralische Selbstprüfung ineinandergreifen. Der Titel verweist auf Platens bevorzugtes Symbolfeld der Rose: Schönheit erscheint hier nicht bloß als Zierde, sondern als Prüfstein von Vergänglichkeit, Begehren und geistiger Läuterung. Stilistisch verbindet das Werk romantische Bildlichkeit mit klassizistischer Formstrenge und steht im Kontext jener orientalisierenden und kunstvoll metrischen Dichtung, mit der Platen die deutsche Literatur des 19. Jahrhunderts erweiterte. August von Platen, 1796 in Ansbach geboren und 1835 in Syrakus gestorben, war ein aristokratischer, sprachmächtiger und formal ungewöhnlich anspruchsvoller Autor. Militärische Erziehung, philologische Studien, die Begegnung mit persischer und italienischer Literatur sowie seine langen Aufenthalte in Italien prägten seine Kunstauffassung. Seine persönliche Erfahrung von Fremdheit, Sehnsucht und ästhetischer Selbstdisziplin erklärt die Spannung zwischen empfindsamer Innerlichkeit und strenger Gestaltung, die auch Rosensohn trägt. Empfohlen sei Rosensohn allen Leserinnen und Lesern, die romantische Symbolik nicht als bloße Stimmung, sondern als gedanklich präzise Kunstform verstehen möchten. Das Werk belohnt langsame Lektüre und eröffnet einen konzentrierten Zugang zu Platens Poetik der Schönheit.
Rosensohn entfaltet in dichterisch verdichteter Form eine Welt, in der Naturbild, Liebesallegorie und moralische Selbstprüfung ineinandergreifen. Der Titel verweist auf Platens bevorzugtes Symbolfeld der Rose: Schönheit erscheint hier nicht bloß als Zierde, sondern als Prüfstein von Vergänglichkeit, Begehren und geistiger Läuterung. Stilistisch verbindet das Werk romantische Bildlichkeit mit klassizistischer Formstrenge und steht im Kontext jener orientalisierenden und kunstvoll metrischen Dichtung, mit der Platen die deutsche Literatur des 19. Jahrhunderts erweiterte. August von Platen, 1796 in Ansbach geboren und 1835 in Syrakus gestorben, war ein aristokratischer, sprachmächtiger und formal ungewöhnlich anspruchsvoller Autor. Militärische Erziehung, philologische Studien, die Begegnung mit persischer und italienischer Literatur sowie seine langen Aufenthalte in Italien prägten seine Kunstauffassung. Seine persönliche Erfahrung von Fremdheit, Sehnsucht und ästhetischer Selbstdisziplin erklärt die Spannung zwischen empfindsamer Innerlichkeit und strenger Gestaltung, die auch Rosensohn trägt. Empfohlen sei Rosensohn allen Leserinnen und Lesern, die romantische Symbolik nicht als bloße Stimmung, sondern als gedanklich präzise Kunstform verstehen möchten. Das Werk belohnt langsame Lektüre und eröffnet einen konzentrierten Zugang zu Platens Poetik der Schönheit.
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