Prostatakrebs ist in vielen Teilen der Welt die häufigste krebsbedingte Todesursache bei Männern und die zweithäufigste Krebsart bei Männern (ohne Hautkrebs). Die Prävalenz von Prostatakrebs verdoppelt sich bei Vorliegen einer Prostatavergrößerung, doch der Zusammenhang ist nach wie vor unklar. Der enge Zusammenhang zwischen Prostatakrebs und nicht veränderbbaren Risikofaktoren wie ethnischer Zugehörigkeit, Alter und einer positiven Familienanamnese macht diese zu potenziellen Risikofaktoren für die Entstehung einer bösartigen Erkrankung. Eine Vorgeschichte von Diabetes oder Bluthochdruck steht bei Patienten mit Prostatavergrößerung nicht im Zusammenhang mit Prostatakrebs. Weder ein hoher PSA-Wert in Verbindung mit fortgeschrittenem Alter noch ein hoher PSA-Wert in Verbindung mit fortgeschrittenen Symptomen reichen aus, um mit Sicherheit das Vorliegen von Prostatakrebs zu erwarten. Die meisten sudanesischen Patienten stellen sich unabhängig von ihrem Bildungshintergrund und dem Schweregrad der Symptome erst in einem späten Stadium vor. Daher muss bei allen älteren Patienten mit selbst den geringsten Symptomen des unteren Harntrakts die Art ihrer Prostatakrankheit abgeklärt werden. Zudem sollte Patienten im fortgeschrittenen Alter und mit einer positiven Familienanamnese für Prostatakrebs mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden.
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