Oral History im Geschichtsunterricht

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Bol Studienarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Didaktik - Geschichte, Note: 1,7, Universität Bremen (Geschichtswissenschaften), Sprache: Deutsch, Abstract: Paul Kirn definiert für die Historiographie alle Texte, Gegenstände und Tatsachen, aus denen Erkenntnis aus der Vergangenheit gezogen werden kann, als Quellen. Darunter fällt auch die menschliche Erinnerung, aus der fassbar werden kann, was Menschen aus ihrer Erfahrung unter Einfluss verschiedener Faktoren, z.B. der historischen Situation, der Betrachterperspektive, Erinnerungsfähigkeit und verfügbaren überlieferten Quellen als eigene Geschichte verstehen. Erinnerung ist dabei ein mehrdimensionaler Prozess, da das Erinnerte in der Vergangenheit liegt, der Moment der Erinnerung aber gegenwärtig ist. Cladenius formulierte: "Every man his own history", womit er darauf anspielt, dass Erinnerung standortgebunden, perspektivisch, relativ, unvollständig und subjektiv ist und dass die Vergangenheit eine andere ist als das rekonstruierte Bild von ihr. Dies führt zu der erkenntnisleitenden Frage "Können vor diesem Hintergrund SchülerInnen im Geschichtsunterricht mit Oral History umgehen?", die in vorliegender Hausarbeit vom Allgemeinen zum Besonderen untersucht wird.

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Studienarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Didaktik - Geschichte, Note: 1,7, Universität Bremen (Geschichtswissenschaften), Sprache: Deutsch, Abstract: Paul Kirn definiert für die Historiographie alle Texte, Gegenstände und Tatsachen, aus denen Erkenntnis aus der Vergangenheit gezogen werden kann, als Quellen. Darunter fällt auch die menschliche Erinnerung, aus der fassbar werden kann, was Menschen aus ihrer Erfahrung unter Einfluss verschiedener Faktoren, z.B. der historischen Situation, der Betrachterperspektive, Erinnerungsfähigkeit und verfügbaren überlieferten Quellen als eigene Geschichte verstehen. Erinnerung ist dabei ein mehrdimensionaler Prozess, da das Erinnerte in der Vergangenheit liegt, der Moment der Erinnerung aber gegenwärtig ist. Cladenius formulierte: "Every man his own history", womit er darauf anspielt, dass Erinnerung standortgebunden, perspektivisch, relativ, unvollständig und subjektiv ist und dass die Vergangenheit eine andere ist als das rekonstruierte Bild von ihr. Dies führt zu der erkenntnisleitenden Frage "Können vor diesem Hintergrund SchülerInnen im Geschichtsunterricht mit Oral History umgehen?", die in vorliegender Hausarbeit vom Allgemeinen zum Besonderen untersucht wird.

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Im alltäglichen Leben neben und nach der Schule begegnet Geschichte den Jugendlichen vorwiegend in Gestalt der vielen kleinen und größeren Erzählungen über die Vergangenheit. Sie kursieren im Verwandten und Freundeskreis, oft verknüpft mit Erinnerungsstücken und -orten, als Dokumentation im Fernsehen oder als Selbstzeugnis im Internet. Was auf dieser Ebene vermittelt wird, hat auf Geschichtsvorstellungen oftmals weit größeren Einfluss als die "offizielle" Geschichte in Schulbüchern. Dieser Band soll aufzeigen, wie Formen der mündlichen Überlieferung stärker und bewusster als bisher in den Geschichtsunterricht einbezogen werden können. Dabei wird die aktive und direkte Durchführung von Zeitzeugenbefragungen und -gesprächen durch Schülerinnen und Schüler in den Mittelpunkt gestellt. Zugleich wird auch gezeigt, wie mit Zeitzeugenaussagen, die nicht selbst erfragt worden sind, im Unterricht umgegangen werden kann. Die Lernenden sollen dazu befähigt werden, die populäre Verwendung von Zeitzeugen - etwa in dokumentarischen Features - kritisch zu analysieren.


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  • 9783899748895
  • 9783656690740
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