Manfred
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Lord Byrons dramatisches Gedicht "Manfred" entfaltet in den Hochalpen die innere Katastrophe eines aristokratischen Gelehrten, der von unaussprechlicher Schuld und metaphysischem Verlangen gezeichnet ist. Zwischen Beschwörungsszenen, Naturerhabenheit und philosophischem Monolog verbindet das Werk gotische Düsternis mit romantischer Selbstanalyse. In seinem fragmentarisch wirkenden, zugleich streng musikalischen Versmaß steht es im Kontext des europäischen Hochromantismus und des sogenannten byronischen Helden: stolz, isoliert, wissend und unerlöst. Byron, 1788 geboren, war selbst eine Gestalt zwischen öffentlichem Skandal, politischer Empörung und existenzieller Unruhe. Seine Erfahrungen des Exils nach 1816, die Nähe zu den Alpen, die intellektuelle Atmosphäre um Shelley und die Nachwirkung persönlicher Konflikte prägten "Manfred" entscheidend. Ohne bloß autobiographisch zu sein, überführt das Werk Byrons eigene Fragen nach Schuld, Freiheit, Erkenntnis und gesellschaftlicher Ächtung in eine theatralische Form von großer suggestiver Kraft. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die romantische Literatur nicht als bloße Gefühlsästhetik, sondern als radikale Untersuchung des modernen Subjekts begreifen möchten. "Manfred" bietet keine bequeme Erlösung, sondern ein konzentriertes Drama über Widerstand gegen religiöse, moralische und psychologische Autorität. Wer Goethe, Shelley oder die dunklen Linien der Moderne schätzt, findet hier ein Schlüsselwerk von bleibender intellektueller Intensität.
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Lord Byrons dramatisches Gedicht "Manfred" entfaltet in den Hochalpen die innere Katastrophe eines aristokratischen Gelehrten, der von unaussprechlicher Schuld und metaphysischem Verlangen gezeichnet ist. Zwischen Beschwörungsszenen, Naturerhabenheit und philosophischem Monolog verbindet das Werk gotische Düsternis mit romantischer Selbstanalyse. In seinem fragmentarisch wirkenden, zugleich streng musikalischen Versmaß steht es im Kontext des europäischen Hochromantismus und des sogenannten byronischen Helden: stolz, isoliert, wissend und unerlöst. Byron, 1788 geboren, war selbst eine Gestalt zwischen öffentlichem Skandal, politischer Empörung und existenzieller Unruhe. Seine Erfahrungen des Exils nach 1816, die Nähe zu den Alpen, die intellektuelle Atmosphäre um Shelley und die Nachwirkung persönlicher Konflikte prägten "Manfred" entscheidend. Ohne bloß autobiographisch zu sein, überführt das Werk Byrons eigene Fragen nach Schuld, Freiheit, Erkenntnis und gesellschaftlicher Ächtung in eine theatralische Form von großer suggestiver Kraft. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die romantische Literatur nicht als bloße Gefühlsästhetik, sondern als radikale Untersuchung des modernen Subjekts begreifen möchten. "Manfred" bietet keine bequeme Erlösung, sondern ein konzentriertes Drama über Widerstand gegen religiöse, moralische und psychologische Autorität. Wer Goethe, Shelley oder die dunklen Linien der Moderne schätzt, findet hier ein Schlüsselwerk von bleibender intellektueller Intensität.
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