Interorganisationsbeziehungen wird fur den Erfolg von Organisationen heute die Bedeutung einer strategischen Ressource zugewiesen. Insbesondere in Folge der Konzentration von Organisationen auf ihre Kern-Kompetenzen gewinnt das Management dieser Beziehungen an Relevanz. Dabei kommt es zunehmend an - auf eine vertrauensvolle Gestaltung von Interorganisationsbeziehungen, - auf den Austausch von Technologien und Expertenwissen in Innovationsverbunden, - auf die Bewaltigung des fur Interorganisationsbeziehungen typischen Spannungsverhaltnisses von Autonomie und Abhangigkeit und nicht zuletzt - auf eine informationstechnische Vernetzung von Organisationen. Besonderes Gewicht kommt dem Management von Interorganisationsbeziehungen in sog. Unternehmungsnetzwerken und bei virtueller Integration zu. Der vorliegende Band leistet einen Beitrag zu dieser aktuellen Diskussion aus betriebswirtschaftlicher und soziologischer Sicht.
BolBeim Management interorganisationaler Beziehungen geht es darum, auf den Aufbau, die Pflege und die Entwicklung von Geschäftsverbindungen zwischen Organisationen in Märkten zu setzen, in eher kooperativer Form Allianzen, Netzwerke oder ganze Organisationscluster zu steuern oder, wie im Konzern, die Möglichkeiten hierarchischer Koordination auszuloten. Zur systematischen Vertiefung dieses komplexen Managementprozesses wird ein Konzept entwickelt, das nicht nur auf die vielen Formen interorganisationaler Beziehungen, sondern vor allem auf die Entwicklung und die Qualität der Interorganisationsbeziehungen sowie auf die Managementpraktiken abstellt, die diese Qualitäten erst schaffen. Dazu wird eine Prozessperspektive eingenommen, die auf praktisches Handeln fokussiert.
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