Kompanie K
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Beschrijving
Bol
William Marchs "Kompanie K" ist ein schonungsloser Roman über den Ersten Weltkrieg, erzählt in einer Folge kurzer, präzise geschnittener Stimmen aus einer amerikanischen Marineinfanterie-Kompanie. Statt heroischer Handlung bietet das Buch ein Mosaik aus Angst, Zufall, Schuld, Kameradschaft und moralischer Verstörung. Sein knapper, nahezu dokumentarischer Stil verbindet naturalistische Härte mit modernistischer Vielstimmigkeit; im literarischen Kontext steht es neben Remarque, Hemingway und Dos Passos, doch seine radikale Fragmentform macht es unverwechselbar. William March, geboren 1893 als William Edward Campbell in Alabama, kannte den Krieg nicht aus zweiter Hand. Er diente im United States Marine Corps, wurde mehrfach ausgezeichnet und trug zugleich die seelischen Verletzungen des Fronteinsatzes weiter. Diese Erfahrung erklärt die Autorität, aber auch die Bitterkeit des Romans: March schreibt nicht über abstrakte Geschichte, sondern über Menschen, deren Sprache, Körper und Gewissen vom Krieg zersetzt werden. "Kompanie K" empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die Kriegsliteratur jenseits von Pathos und nationaler Selbstvergewisserung suchen. Das Buch ist kurz, doch von großer Nachwirkung: ein literarisches Zeugnis, das gerade durch seine Zurückhaltung erschüttert und die Frage nach Verantwortung im Krieg unerbittlich offenhält.
William Marchs "Kompanie K" ist ein schonungsloser Roman über den Ersten Weltkrieg, erzählt in einer Folge kurzer, präzise geschnittener Stimmen aus einer amerikanischen Marineinfanterie-Kompanie. Statt heroischer Handlung bietet das Buch ein Mosaik aus Angst, Zufall, Schuld, Kameradschaft und moralischer Verstörung. Sein knapper, nahezu dokumentarischer Stil verbindet naturalistische Härte mit modernistischer Vielstimmigkeit; im literarischen Kontext steht es neben Remarque, Hemingway und Dos Passos, doch seine radikale Fragmentform macht es unverwechselbar. William March, geboren 1893 als William Edward Campbell in Alabama, kannte den Krieg nicht aus zweiter Hand. Er diente im United States Marine Corps, wurde mehrfach ausgezeichnet und trug zugleich die seelischen Verletzungen des Fronteinsatzes weiter. Diese Erfahrung erklärt die Autorität, aber auch die Bitterkeit des Romans: March schreibt nicht über abstrakte Geschichte, sondern über Menschen, deren Sprache, Körper und Gewissen vom Krieg zersetzt werden. "Kompanie K" empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die Kriegsliteratur jenseits von Pathos und nationaler Selbstvergewisserung suchen. Das Buch ist kurz, doch von großer Nachwirkung: ein literarisches Zeugnis, das gerade durch seine Zurückhaltung erschüttert und die Frage nach Verantwortung im Krieg unerbittlich offenhält.