Königin Luise
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Beschrijving
Bol
Eduard Engels Königin Luise entfaltet das Leben der preußischen Königin Luise von Mecklenburg-Strelitz nicht als bloße dynastische Episode, sondern als moralisch und politisch aufgeladene Gestalt der deutschen Erinnerungskultur. Im Mittelpunkt stehen Jugend, Ehe mit Friedrich Wilhelm III., die Erschütterungen der napoleonischen Kriege und jene Mischung aus Anmut, Pflichtgefühl und Leidensfähigkeit, durch die Luise zur Symbolfigur wurde. Engels Stil verbindet erzählerische Anschaulichkeit mit kulturhistorischer Deutung; er schreibt in der Tradition populärer historischer Biographie, doch mit dem Anspruch, Charakter und Epoche wechselseitig zu erhellen. Eduard Engel, Literaturhistoriker, Sprachkritiker und Verfasser zahlreicher kulturgeschichtlicher Darstellungen, war besonders empfänglich für die Wirkung großer Persönlichkeiten auf das nationale Bewusstsein. Seine Beschäftigung mit deutscher Sprache, Bildung und Literatur erklärt den Ton dieses Buches: Luise erscheint nicht nur als historische Person, sondern als verdichtetes Ideal bürgerlicher Tugend, weiblicher Würde und preußischer Standhaftigkeit. Empfohlen sei dieses Buch Lesern, die historische Biographie, politische Symbolgeschichte und die geistige Atmosphäre des 19. Jahrhunderts verstehen möchten. Es bietet keine nüchterne Aktenrekonstruktion allein, sondern eine deutende, stilistisch klare Annäherung an eine Figur, deren Nachleben die deutsche Geschichtsvorstellung nachhaltig prägte.
Eduard Engels Königin Luise entfaltet das Leben der preußischen Königin Luise von Mecklenburg-Strelitz nicht als bloße dynastische Episode, sondern als moralisch und politisch aufgeladene Gestalt der deutschen Erinnerungskultur. Im Mittelpunkt stehen Jugend, Ehe mit Friedrich Wilhelm III., die Erschütterungen der napoleonischen Kriege und jene Mischung aus Anmut, Pflichtgefühl und Leidensfähigkeit, durch die Luise zur Symbolfigur wurde. Engels Stil verbindet erzählerische Anschaulichkeit mit kulturhistorischer Deutung; er schreibt in der Tradition populärer historischer Biographie, doch mit dem Anspruch, Charakter und Epoche wechselseitig zu erhellen. Eduard Engel, Literaturhistoriker, Sprachkritiker und Verfasser zahlreicher kulturgeschichtlicher Darstellungen, war besonders empfänglich für die Wirkung großer Persönlichkeiten auf das nationale Bewusstsein. Seine Beschäftigung mit deutscher Sprache, Bildung und Literatur erklärt den Ton dieses Buches: Luise erscheint nicht nur als historische Person, sondern als verdichtetes Ideal bürgerlicher Tugend, weiblicher Würde und preußischer Standhaftigkeit. Empfohlen sei dieses Buch Lesern, die historische Biographie, politische Symbolgeschichte und die geistige Atmosphäre des 19. Jahrhunderts verstehen möchten. Es bietet keine nüchterne Aktenrekonstruktion allein, sondern eine deutende, stilistisch klare Annäherung an eine Figur, deren Nachleben die deutsche Geschichtsvorstellung nachhaltig prägte.