Jenseits der Erde entfaltet eine präzise Geschichte der unbemannten Erkundung des Sonnensystems: von den ersten Mond- und Planetensonden des Kalten Krieges bis zu den komplexen Missionen an die Ränder unseres kosmischen Nachbarschaftsraums. Siddiqi verbindet technische Analyse, politische Geschichte und Kulturgeschichte der Wissenschaft zu einer dichten, quellenbewussten Erzählung. Sein Stil ist nüchtern und analytisch, doch nie trocken; die Raumsonde erscheint als Instrument geopolitischer Ambition ebenso wie als Erweiterung menschlicher Erkenntnisfähigkeit. Asif A. Siddiqi zählt zu den maßgeblichen Historikern der Raumfahrt, insbesondere der sowjetischen und russischen Programme. Seine langjährige Arbeit in Archiven, seine Vertrautheit mit ingenieurwissenschaftlichen Details und sein Interesse an transnationalen Wissenssystemen prägen dieses Buch erkennbar. Gerade weil er Raumfahrt nicht als lineare Heldengeschichte versteht, sondern als Geflecht aus Institutionen, Ideologien und materiellen Zwängen, gewinnt seine Darstellung Tiefe. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die mehr suchen als eine Chronik spektakulärer Starts und Landungen. Es bietet eine anspruchsvolle, zugleich gut lesbare Einführung in die intellektuelle und politische Bedeutung interplanetarer Forschung. Wer verstehen möchte, wie Maschinen jenseits der Erde unser Bild vom Menschen verändert haben, findet hier eine besonders erhellende Studie.
Prijshistorie
* Prijshistorie bevat geen data van Amazon.
Prijzen voor het laatst bijgewerkt op: