Hoffnungslose Geschlechter

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Bol Hoffnungslose Geschlechter, Herman Bangs skandalumwitterter Debütroman von 1880, entfaltet das Porträt einer erschöpften aristokratischen Familie und ihres sensiblen Erben William Høg, dessen ästhetische Begabung, erotische Verunsicherung und gesellschaftliche Haltlosigkeit in den Strudel des Untergangs geraten. In impressionistisch verdichteten Szenen, mit nervöser Dialogführung und psychologischer Präzision, verbindet Bang naturalistische Milieuanalyse mit fin-de-siècle-hafter Dekadenz. Das Buch steht im Kontext des skandinavischen Modernen Durchbruchs und untersucht Vererbung, Begehren, Rollenbilder und die brüchige Fassade bürgerlicher Moral. Herman Bang, 1857 auf Als geboren und 1912 in Ogden, Utah, gestorben, kannte Außenseitertum, soziale Beobachtung und künstlerische Existenz aus eigener Erfahrung. Als Journalist, Theaterkritiker, Schauspieler und Kosmopolit entwickelte er einen Blick für Gesten, Schweigen und die verborgenen Dramen der Konvention. Seine eigene prekäre Stellung in einer normierenden Gesellschaft dürfte die Darstellung verletzlicher, nicht einpassbarer Figuren entscheidend geprägt haben. Empfohlen sei dieser Roman allen, die europäische Moderne nicht nur als Stil-, sondern als Bewusstseinsgeschichte lesen möchten. Hoffnungslose Geschlechter ist ein kühnes, frühes Werk über den Preis sozialer Masken und über Menschen, deren Sehnsüchte an Herkunft, Körper und Zeit zerbrechen.

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Hoffnungslose Geschlechter, Herman Bangs skandalumwitterter Debütroman von 1880, entfaltet das Porträt einer erschöpften aristokratischen Familie und ihres sensiblen Erben William Høg, dessen ästhetische Begabung, erotische Verunsicherung und gesellschaftliche Haltlosigkeit in den Strudel des Untergangs geraten. In impressionistisch verdichteten Szenen, mit nervöser Dialogführung und psychologischer Präzision, verbindet Bang naturalistische Milieuanalyse mit fin-de-siècle-hafter Dekadenz. Das Buch steht im Kontext des skandinavischen Modernen Durchbruchs und untersucht Vererbung, Begehren, Rollenbilder und die brüchige Fassade bürgerlicher Moral. Herman Bang, 1857 auf Als geboren und 1912 in Ogden, Utah, gestorben, kannte Außenseitertum, soziale Beobachtung und künstlerische Existenz aus eigener Erfahrung. Als Journalist, Theaterkritiker, Schauspieler und Kosmopolit entwickelte er einen Blick für Gesten, Schweigen und die verborgenen Dramen der Konvention. Seine eigene prekäre Stellung in einer normierenden Gesellschaft dürfte die Darstellung verletzlicher, nicht einpassbarer Figuren entscheidend geprägt haben. Empfohlen sei dieser Roman allen, die europäische Moderne nicht nur als Stil-, sondern als Bewusstseinsgeschichte lesen möchten. Hoffnungslose Geschlechter ist ein kühnes, frühes Werk über den Preis sozialer Masken und über Menschen, deren Sehnsüchte an Herkunft, Körper und Zeit zerbrechen.


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  • 9788028399948
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