Diese Studie befasst sich mit dem indigenen Wissen und den Praktiken von Eltern und Familien hinsichtlich der psychosozialen Betreuung von Kindern in drei ländlichen Gemeinden in Gambia sowie mit den Auswirkungen, die dies auf die Programmgestaltung unter Anwendung eines Ansatzes zur integrierten frühkindlichen Entwicklung (IECD) hat. Sie hebt die wesentlichen Stärken und Lücken im Wissen und in den Praktiken der drei ethnischen Gruppen Mandingka, Fulla und Wollof bei der Förderung der psychosozialen Entwicklung von Kindern hervor und liefert Argumente für die Nutzung dieses Wissens und dieser Praktiken als Grundlage für die Programmgestaltung für Kinder im Rahmen des IECD-Ansatzes. Es wurde eine gezielte Stichprobenstrategie angewendet, um den Fokus auf die Gemeinden zu legen und durch Interviews und Beobachtungen Informationen über die Vorstellungen von Müttern, Großmüttern, Vätern, Großvätern sowie religiösen und traditionellen Führern zum Thema Spiel und soziale Interaktionen zu sammeln und zu ermitteln, wie diese Aktivitäten die psychosoziale Entwicklung ihrer Kinder fördern. Die Ergebnisse zeigen, dass auf Gemeindeebene ein beträchtlicher Wissensschatz vorhanden ist, der bei der Konzeption und Umsetzung nachhaltiger Kinderbetreuungsprogramme genutzt werden könnte.
AmazonPages: 148, Paperback, Verlag Unser Wissen
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