Franz Kafka: Autobiographische Werke
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Franz Kafka: Autobiographische Werke versammelt jene Texte, in denen Kafkas Schreiben am unmittelbarsten auf das eigene Leben zurückgebogen erscheint: Aufzeichnungen, Selbstdeutungen, Brieffragmente und narrative Miniaturen, die zwischen Dokument und Dichtung oszillieren. Der Band erschließt nicht eine lineare Lebensgeschichte, sondern ein Labor der Selbstbeobachtung, in dem Körperangst, Schuldgefühl, familiäre Bindung, Arbeit, Judentum und literarische Berufung in präziser, karger Prosa sichtbar werden. Im Kontext der literarischen Moderne zeigt sich Kafka hier als Meister der Fragmentform und der erkenntniskritischen Innenschau. Kafka, 1883 in Prag geboren, lebte zwischen deutscher Sprache, jüdischer Herkunft und tschechischer Umgebung in einer dauerhaft spannungsreichen kulturellen Konstellation. Seine Tätigkeit in der Versicherungsanstalt, die dominierende Vaterfigur, seine problematischen Verlobungen und seine Krankheit prägten ein Bewusstsein existenzieller Enge. Gerade diese biographischen Bedingungen erklären, weshalb Selbstbefragung bei ihm nie bloße Erinnerung, sondern ein strenges Verfahren literarischer Wahrheitssuche ist. Empfohlen sei dieser Band allen Leserinnen und Lesern, die Kafka nicht nur über die großen Erzählungen und Romane verstehen wollen. Er bietet einen Schlüssel zu den inneren Voraussetzungen seines Werks und macht erfahrbar, wie radikal moderne Literatur aus dem Zweifel am eigenen Ich entstehen kann.
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Franz Kafka: Autobiographische Werke versammelt jene Texte, in denen Kafkas Schreiben am unmittelbarsten auf das eigene Leben zurückgebogen erscheint: Aufzeichnungen, Selbstdeutungen, Brieffragmente und narrative Miniaturen, die zwischen Dokument und Dichtung oszillieren. Der Band erschließt nicht eine lineare Lebensgeschichte, sondern ein Labor der Selbstbeobachtung, in dem Körperangst, Schuldgefühl, familiäre Bindung, Arbeit, Judentum und literarische Berufung in präziser, karger Prosa sichtbar werden. Im Kontext der literarischen Moderne zeigt sich Kafka hier als Meister der Fragmentform und der erkenntniskritischen Innenschau. Kafka, 1883 in Prag geboren, lebte zwischen deutscher Sprache, jüdischer Herkunft und tschechischer Umgebung in einer dauerhaft spannungsreichen kulturellen Konstellation. Seine Tätigkeit in der Versicherungsanstalt, die dominierende Vaterfigur, seine problematischen Verlobungen und seine Krankheit prägten ein Bewusstsein existenzieller Enge. Gerade diese biographischen Bedingungen erklären, weshalb Selbstbefragung bei ihm nie bloße Erinnerung, sondern ein strenges Verfahren literarischer Wahrheitssuche ist. Empfohlen sei dieser Band allen Leserinnen und Lesern, die Kafka nicht nur über die großen Erzählungen und Romane verstehen wollen. Er bietet einen Schlüssel zu den inneren Voraussetzungen seines Werks und macht erfahrbar, wie radikal moderne Literatur aus dem Zweifel am eigenen Ich entstehen kann.
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