Die Wiederbelebung der Alchemie in der modernen Belletristik hat im Postmodernismus einen großen Schritt nach vorne gemacht. Interessanterweise lässt sich die alchemistische Tradition in der englischen Literatur, die in den Werken von Chaucer, Shakespeare und Jonson über die Romantiker bis hin zur Moderne offensichtlich ist, in den wegweisenden Werken wie Paulo Coelhos "Der Alchimist", Dan Browns "Da Vinci Code" und vor allem in J. K. Rowlings "Harry-Potter"-Romanen weiterführen. Die vorliegende Arbeit legt dar, dass die Harry-Potter-Reihe weder Propagandaliteratur für schwarze Magie oder Hexerei ist noch per se einen politischen Diskurs darstellt. Vielmehr ist das zugrunde liegende Thema der Harry-Potter-Bücher die persönliche Transformation, die zur Selbstverwirklichung führt - was in dieser Arbeit als "Alchemie der Seele" bezeichnet wird. Vor dem Hintergrund der Postmoderne wurde die siebenbändige Romanreihe analysiert, und das Ergebnis ist überraschend aufschlussreich: Die "Harry-Potter"-Reihe liefert eine ernsthafte Kritik an der Postmoderne als Philosophie, und die Wiederbelebung der Alchemie sowohl als Philosophie als auch als Psychologie hat die Postmoderne von ihrer Hegemonie entthront - mehr noch: Die Magie droht, die Postmoderne zu ersetzen!
AmazonPages: 192, Paperback, Verlag Unser Wissen
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