Differenzierte Globalsteuerung

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Bol 1.1 Problemstellung: Mangelnde Effizienz der Globalsteuerung Mit dem Gesetz zur Forderung der Stabilitat und des Wachstums der Wirtschaft von 1967 wurde in der Bundesrepublik die Grund- lage fUr die Anwendung des Prinzips der Globalsteuerung ge- schaffen. Dieses Verfahren ist darauf ausgerichtet, mit Hilfe globalpolitischer MaBnahmen makrookonomische KreislaufgroBen zu beeinflussen, mit dem Zweck, die gesamtwirtschaftlichen Zie- Ie Preisniveaustabilitat, Vollbeschaftigung, auBenwirtschaft- liches Gleichgewicht und angemessenes und stetiges Wachstum 1 der Wirtschaft gleichzeitig zu erreichen - Nach anfanglichen Erfolgen werden seit Beginn der 70er Jahre zunehmend Zweifel an der Wirksamkeit dieser Konzeption laut. Insbesondere scheint es nicht moglich zu sein, mit Hilfe globaler MaBnahmen die Be- schaftigung und die Preise auf befriedigenden Niveaus zu sta- bilisieren. FUr dieses Versagen der Globalsteuerung werden spatestens seit Beginn der anhaltend hohen Arbeitslosigkeit im Jahre 1974 ver- starkt strukturelle Ursachen verantwortlich gemacht. Es wird von einer zunehmenden branchenmaBigen Differenzierung der Konjunk- 2 turentwicklung gesprochen, von gespaltenen KOnjunkturen 3, in denen verschJedene Branchen --- unterschiedlich stark 1 VgI. BGBI. I (1967), S. 582. 2 VgI. A.E. OTT (1976), S. 360 ff. und fUr eine umfassende Darstellung wei- terer Teilprobleme der Konjunkturpolitik S. 351 ff.; ferner: H. SCHLE- SINGER (1980), S. 39 ff. FUr empirische Untersuchungen zur Entwicklung der industriellen Branchenstrukturen in der Bundesrepublik Deutschland vgl. die bei A.E. OTT (1976) in FuBnote 26 angegebene Literatur und G. WILLKE (1978). Der regionale Aspekt der Globalsteuerung bleibt in die- ser Arbeit auBer Betracht; vgl. dazu z.B. K. KEINATH (1978), G. MAMMEN (1978), H. WILHELM (1975).

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1.1 Problemstellung: Mangelnde Effizienz der Globalsteuerung Mit dem Gesetz zur Forderung der Stabilitat und des Wachstums der Wirtschaft von 1967 wurde in der Bundesrepublik die Grund- lage fUr die Anwendung des Prinzips der Globalsteuerung ge- schaffen. Dieses Verfahren ist darauf ausgerichtet, mit Hilfe globalpolitischer MaBnahmen makrookonomische KreislaufgroBen zu beeinflussen, mit dem Zweck, die gesamtwirtschaftlichen Zie- Ie Preisniveaustabilitat, Vollbeschaftigung, auBenwirtschaft- liches Gleichgewicht und angemessenes und stetiges Wachstum 1 der Wirtschaft gleichzeitig zu erreichen - Nach anfanglichen Erfolgen werden seit Beginn der 70er Jahre zunehmend Zweifel an der Wirksamkeit dieser Konzeption laut. Insbesondere scheint es nicht moglich zu sein, mit Hilfe globaler MaBnahmen die Be- schaftigung und die Preise auf befriedigenden Niveaus zu sta- bilisieren. FUr dieses Versagen der Globalsteuerung werden spatestens seit Beginn der anhaltend hohen Arbeitslosigkeit im Jahre 1974 ver- starkt strukturelle Ursachen verantwortlich gemacht. Es wird von einer zunehmenden branchenmaBigen Differenzierung der Konjunk- 2 turentwicklung gesprochen, von gespaltenen KOnjunkturen 3, in denen verschJedene Branchen --- unterschiedlich stark 1 VgI. BGBI. I (1967), S. 582. 2 VgI. A.E. OTT (1976), S. 360 ff. und fUr eine umfassende Darstellung wei- terer Teilprobleme der Konjunkturpolitik S. 351 ff.; ferner: H. SCHLE- SINGER (1980), S. 39 ff. FUr empirische Untersuchungen zur Entwicklung der industriellen Branchenstrukturen in der Bundesrepublik Deutschland vgl. die bei A.E. OTT (1976) in FuBnote 26 angegebene Literatur und G. WILLKE (1978). Der regionale Aspekt der Globalsteuerung bleibt in die- ser Arbeit auBer Betracht; vgl. dazu z.B. K. KEINATH (1978), G. MAMMEN (1978), H. WILHELM (1975).


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  • 9783540160458
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