Dieses Buch untersucht die aktuelle Praxis der Integration islamischer und säkularer Bildung in muslimisch geprägten Gebieten Kenias. Die Integration islamischer und säkularer Bildung ist im Unterbezirk Garissa ein weit verbreitetes Phänomen, das als Antwort auf die Nachfrage nach islamischer Bildung zur Befriedigung religiöser Bedürfnisse und Anforderungen entstanden ist. Der hohe muslimische Bevölkerungsanteil im Unterbezirk Garissa war ein maßgeblicher Treiber für die Nachfrage nach integrierter Bildung. Muslimische Eltern wollten, dass ihre Kinder sowohl eine säkulare als auch eine islamische Bildung erhalten. Die Eltern strebten eine integrierte Bildung an, um die Zeit zu reduzieren, die ihre Kinder mit dem Wechsel zwischen drei Einrichtungen verbrachten: Grundschule, Madrassa und Duksi, in denen sie sowohl säkulare als auch islamische Bildung erhielten. Die in dieser Studie untersuchte Schule wandte ein bifunktionales Integrationsmodell an, bei dem sowohl eine Madrasa, die islamische Bildung vermittelt, als auch eine Grundschule, die säkulare Bildung vermittelt, als eine Einrichtung koexistierten, jedoch unabhängig voneinander betrieben wurden. Allerdings dominierte in dieser Konstellation die säkulare Bildung die islamische Bildung, weshalb ein ausgewogener Lehrplan erforderlich war, der sowohl der religiösen als auch der säkularen Bildung angemessene Aufmerksamkeit schenkte, um den Bedürfnissen beider Bildungsarten gerecht zu werden.
AmazonPages: 72, Paperback, Verlag Unser Wissen
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