Methodendiskussionen sind niemals rein abstrakt. Wie die in dieser Arbeit untersuchten Beispiele zeigen, spiegeln methodische Entscheidungen zugrunde liegende ideologische Orientierungen wider und können zu erheblich unterschiedlichen wirtschaftspolitischen Ergebnissen führen. Ausgangspunkt muss daher die Ablehnung theoretischer Konstruktionen sein, denen eine zeit- und umstandsübergreifende Allgemeingültigkeit zugeschrieben wird. Die Wirtschaftswissenschaft sollte stattdessen als eine historisch verankerte Disziplin verstanden werden, die von kontingenten und sich wandelnden Realitäten geprägt ist. In Anlehnung an Karl Popper muss jede sinnvolle Abstraktion in empirischen und historischen Beobachtungen verankert sein. Wenn diese Bedingung nicht erfüllt ist, läuft die Wirtschaftswissenschaft Gefahr, konzeptionelle Strukturen zu erzeugen, die eher Mythen als wissenschaftlichen Erklärungen ähneln - kohärente Denksysteme, denen die Übereinstimmung mit den Dynamiken der realen Welt fehlt.
AmazonPages: 80, Paperback, Verlag Unser Wissen
Prijshistorie
* Prijshistorie bevat geen data van Amazon, Amazon Marketplace.
Prijzen voor het laatst bijgewerkt op: