Die heilige Blume
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Beschrijving
Bol
Die heilige Blume entfaltet eine späte, kunstvoll konstruierte Allan-Quatermain-Erzählung: Eine Expedition ins afrikanische Innere sucht eine sagenhafte Orchidee, die von einem abgeschlossenen Kult als sakrales Wesen verehrt wird. Haggard verbindet Ich-Erzählung, Reisebericht, ethnographische Fiktion und Schauerromantik zu einem klassischen imperialen Abenteuerroman. Zwischen Jagdszenen, Gefangenschaft, religiösem Ritual und verlorener Zivilisation erscheint die Blume zugleich als botanisches Wunder, Fetisch und Symbol kolonialer Begierde. Henry Rider Haggard, 1856 in Norfolk geboren, kannte Südafrika aus eigener Verwaltungstätigkeit in Natal und im Transvaal. Diese Erfahrungen prägten seine Vorstellung von Grenzräumen, Machtbeziehungen und kultureller Fremdheit, ebenso wie seine lebenslange Beschäftigung mit Landwirtschaft, Archäologie und Mythen. Nach König Salomos Schatzkammer und Sie kehrte er mit diesem Roman zu Quatermain zurück und verdichtete persönliche Erinnerungen an Afrika mit viktorianischen Ängsten, Fantasien und heroischen Männlichkeitsidealen. Empfohlen sei Die heilige Blume Lesern, die Abenteuerliteratur nicht nur als Spannungserzählung, sondern als historisches Dokument lesen möchten. Der Roman bietet Tempo, atmosphärische Bildkraft und erzählerische Souveränität, verlangt jedoch zugleich ein waches Bewusstsein für koloniale Perspektiven. Gerade darin liegt sein heutiger Reiz: als packende Fiktion und als aufschlussreiches Zeugnis ihrer Epoche.
Die heilige Blume entfaltet eine späte, kunstvoll konstruierte Allan-Quatermain-Erzählung: Eine Expedition ins afrikanische Innere sucht eine sagenhafte Orchidee, die von einem abgeschlossenen Kult als sakrales Wesen verehrt wird. Haggard verbindet Ich-Erzählung, Reisebericht, ethnographische Fiktion und Schauerromantik zu einem klassischen imperialen Abenteuerroman. Zwischen Jagdszenen, Gefangenschaft, religiösem Ritual und verlorener Zivilisation erscheint die Blume zugleich als botanisches Wunder, Fetisch und Symbol kolonialer Begierde. Henry Rider Haggard, 1856 in Norfolk geboren, kannte Südafrika aus eigener Verwaltungstätigkeit in Natal und im Transvaal. Diese Erfahrungen prägten seine Vorstellung von Grenzräumen, Machtbeziehungen und kultureller Fremdheit, ebenso wie seine lebenslange Beschäftigung mit Landwirtschaft, Archäologie und Mythen. Nach König Salomos Schatzkammer und Sie kehrte er mit diesem Roman zu Quatermain zurück und verdichtete persönliche Erinnerungen an Afrika mit viktorianischen Ängsten, Fantasien und heroischen Männlichkeitsidealen. Empfohlen sei Die heilige Blume Lesern, die Abenteuerliteratur nicht nur als Spannungserzählung, sondern als historisches Dokument lesen möchten. Der Roman bietet Tempo, atmosphärische Bildkraft und erzählerische Souveränität, verlangt jedoch zugleich ein waches Bewusstsein für koloniale Perspektiven. Gerade darin liegt sein heutiger Reiz: als packende Fiktion und als aufschlussreiches Zeugnis ihrer Epoche.
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