Die Gärten der Finzi Contini
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Beschrijving
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«Die Dichter sind da, um zu gewährleisten, dass das Schreckliche und Ungeheuerliche nicht in Vergessenheit gerät.» Bassanis diskret-eindringlicher Roman über die Schrecken des italienischen Faschismus hat Weltruhm erlangt. In unsentimentaler Klarheit schildert er das Schicksal einer zum Scheitern verurteilten Liebe in finsteren Zeiten.Vergeblich schwärmt ein jüdischer Junge viele Jahre aus der Ferne für Micòl, die hübsche Tochter der angesehenen Familie Finzi-Contini aus Ferrara. Ironie des Schicksals: Ausgerechnet die Rassengesetze der Faschisten ermöglichen es ihm, sich der Angebeteten zu nähern. Ist er doch einer der jungen Leute, die man aus dem Tennisclub der Stadt ausgeschlossen hat und denen die Finzi-Contini daraufhin die Tore ihrer herrschaftlichen Gärten öffnen. Zwischen ihm und Micòl bahnt sich eine prekäre Beziehung an, voller ungeklärter Gefühle und Begehrlichkeiten, falsch verstandener Sympathien und widersprüchlicher Erwartungen. Die Verunsicherung des Protagonisten angesichts gesellschaftlicher Diskriminierung erweist sich als eine doppelte. «Dieses persönlichste Buch Giorgio Bassanis enthüllt nicht nur die moralischen und erotischen Qualen eines desillusioniert Pubertierenden, sondern auch die heillose Verwundbarkeit eines vereinsamt Heranwachsenden, der sich als anderer, als Jude eben, entblößt sieht», schreibt Ute Stempel in ihrem Nachwort.Giorgio Bassani (1916-2000), laut Alfred Andersch «einer der größten, aber auch leisesten Schriftsteller Europas», hat mit diesem Roman ein berührendes Erinnerungsbuch geschaffen: zum Gedenken an all jene italienischen Juden, denen ihre Verwurzelung in Kultur und Gesellschaft ihres Heimatlandes letztlich keinen Schutz vor Ausgrenzung und Vernichtung bieten konnte.Die Verfilmung des Romans wurde 1971 mit dem Oscar für den besten fremdsprachigen Film ausgezeichnet.
«Die Dichter sind da, um zu gewährleisten, dass das Schreckliche und Ungeheuerliche nicht in Vergessenheit gerät.» Bassanis diskret-eindringlicher Roman über die Schrecken des italienischen Faschismus hat Weltruhm erlangt. In unsentimentaler Klarheit schildert er das Schicksal einer zum Scheitern verurteilten Liebe in finsteren Zeiten.Vergeblich schwärmt ein jüdischer Junge viele Jahre aus der Ferne für Micòl, die hübsche Tochter der angesehenen Familie Finzi-Contini aus Ferrara. Ironie des Schicksals: Ausgerechnet die Rassengesetze der Faschisten ermöglichen es ihm, sich der Angebeteten zu nähern. Ist er doch einer der jungen Leute, die man aus dem Tennisclub der Stadt ausgeschlossen hat und denen die Finzi-Contini daraufhin die Tore ihrer herrschaftlichen Gärten öffnen. Zwischen ihm und Micòl bahnt sich eine prekäre Beziehung an, voller ungeklärter Gefühle und Begehrlichkeiten, falsch verstandener Sympathien und widersprüchlicher Erwartungen. Die Verunsicherung des Protagonisten angesichts gesellschaftlicher Diskriminierung erweist sich als eine doppelte. «Dieses persönlichste Buch Giorgio Bassanis enthüllt nicht nur die moralischen und erotischen Qualen eines desillusioniert Pubertierenden, sondern auch die heillose Verwundbarkeit eines vereinsamt Heranwachsenden, der sich als anderer, als Jude eben, entblößt sieht», schreibt Ute Stempel in ihrem Nachwort.Giorgio Bassani (1916-2000), laut Alfred Andersch «einer der größten, aber auch leisesten Schriftsteller Europas», hat mit diesem Roman ein berührendes Erinnerungsbuch geschaffen: zum Gedenken an all jene italienischen Juden, denen ihre Verwurzelung in Kultur und Gesellschaft ihres Heimatlandes letztlich keinen Schutz vor Ausgrenzung und Vernichtung bieten konnte.Die Verfilmung des Romans wurde 1971 mit dem Oscar für den besten fremdsprachigen Film ausgezeichnet.
BolEs ist die Geschichte von Micól, dem geheimnisvollen Mädchen mit den blonden Haaren aus vornehmer jüdischer Familie, in die der Ich-Erzähler von Anfang an vergeblich verliebt ist. Die leidenschaftlich gern Tennis spielt, die alten Bäume im ummauerten Park der Eltern liebt und es nicht ertragen kann, wenn jemand sich gewöhnlich benimmt; die später, als Studentin, lieber flirtet als studiert, und die junge Männer, die am liebsten für sie sterben möchten, am Telephon zur Vernunft ermahnt.Erst als der Tennisclub wegen der Rassengesetze die jüdischen Mitglieder ausschließt, öffnet sich der Garten der Finzi-Contini für die jüdische Jugend Ferraras und wird zu ihrem Treffpunkt - bis zu einem Tag im Herbst 1943, an dem Micól mit ihrer ganzen Familie deportiert wird 'und keiner weiß, ob sie ein Grab gefunden haben'.Giorgio Bassani hat ihnen in diesem Buch ein Denkmal gesetzt.
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