der Mann, König sein wollte
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Rudyard Kiplings Erzählung "Der Mann, der König sein wollte" entfaltet die abenteuerliche, zunehmend düstere Geschichte zweier britischer Glücksritter, Daniel Dravot und Peachey Carnehan, die aus dem kolonialen Indien nach Kafiristan ziehen, um dort durch List, militärische Disziplin und imperialen Hochmut ein eigenes Reich zu errichten. In knapper, ironisch gebrochener Prosa verbindet Kipling Abenteuerliteratur, politische Parabel und moralische Groteske. Der Text steht im Kontext des britischen Empire und legt zugleich dessen Faszination wie seine zerstörerische Hybris bloß. Kipling, 1865 in Bombay geboren und zwischen Indien und England aufgewachsen, kannte die sozialen, sprachlichen und administrativen Strukturen des Raj aus unmittelbarer Erfahrung. Seine Tätigkeit als Journalist schärfte seinen Blick für koloniale Milieus, Machtfantasien und die Rhetorik imperialer Selbstgewissheit. Gerade diese doppelte Nähe und Distanz prägt die Erzählung: Sie wirkt weder bloß apologetisch noch schlicht anklagend, sondern als ambivalente Studie über Herrschaft, Maskerade und Scheitern. Empfohlen sei dieses Buch allen Leserinnen und Lesern, die klassische Abenteuerprosa mit intellektuellem Nachhall suchen. Die Erzählung ist spannend, präzise komponiert und historisch aufschlussreich; zugleich fordert sie zur kritischen Auseinandersetzung mit Kolonialismus, Männlichkeitsmythen und politischer Selbstvergottung heraus.
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Rudyard Kiplings Erzählung "Der Mann, der König sein wollte" entfaltet die abenteuerliche, zunehmend düstere Geschichte zweier britischer Glücksritter, Daniel Dravot und Peachey Carnehan, die aus dem kolonialen Indien nach Kafiristan ziehen, um dort durch List, militärische Disziplin und imperialen Hochmut ein eigenes Reich zu errichten. In knapper, ironisch gebrochener Prosa verbindet Kipling Abenteuerliteratur, politische Parabel und moralische Groteske. Der Text steht im Kontext des britischen Empire und legt zugleich dessen Faszination wie seine zerstörerische Hybris bloß. Kipling, 1865 in Bombay geboren und zwischen Indien und England aufgewachsen, kannte die sozialen, sprachlichen und administrativen Strukturen des Raj aus unmittelbarer Erfahrung. Seine Tätigkeit als Journalist schärfte seinen Blick für koloniale Milieus, Machtfantasien und die Rhetorik imperialer Selbstgewissheit. Gerade diese doppelte Nähe und Distanz prägt die Erzählung: Sie wirkt weder bloß apologetisch noch schlicht anklagend, sondern als ambivalente Studie über Herrschaft, Maskerade und Scheitern. Empfohlen sei dieses Buch allen Leserinnen und Lesern, die klassische Abenteuerprosa mit intellektuellem Nachhall suchen. Die Erzählung ist spannend, präzise komponiert und historisch aufschlussreich; zugleich fordert sie zur kritischen Auseinandersetzung mit Kolonialismus, Männlichkeitsmythen und politischer Selbstvergottung heraus.
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