Der Krieg gegen Jugurtha
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Sallusts "Der Krieg gegen Jugurtha" schildert den römischen Konflikt mit dem numidischen König Jugurtha von 111 bis 105 v. Chr. nicht bloß als militärische Episode, sondern als Diagnose republikanischer Verfallserscheinungen. In gedrängter, archaisierender Prosa verbindet Sallust ethnographische Exkurse, Charakterporträts und politische Analyse. Der Krieg wird zum Prüfstein einer Aristokratie, deren Bestechlichkeit, Ehrgeiz und moralische Erschöpfung die Ordnung Roms gefährden. Gaius Sallustius Crispus, selbst Senator, Volkstribun und Parteigänger Caesars, schrieb aus unmittelbarer Erfahrung politischer Kämpfe der späten Republik. Seine zeitweilige Entfernung aus dem Senat, seine spätere Statthalterschaft in Africa Nova und die Nähe zu den Machtmechanismen Roms schärften seinen Blick für Korruption und soziale Spannung. Nach dem Rückzug aus der Politik formte er Geschichte zur moralischen Reflexion über Macht, Tugend und Gemeinwesen. Dieses Werk empfiehlt sich Lesern, die antike Historiographie nicht als bloße Chronik, sondern als intellektuelle Deutung politischer Krisen verstehen wollen. Sallust bietet eine eindringliche Lektüre über Krieg, Herrschaft und Verantwortung, deren Fragen nach öffentlicher Moral und institutionellem Zerfall weit über die römische Republik hinausreichen.
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Sallusts "Der Krieg gegen Jugurtha" schildert den römischen Konflikt mit dem numidischen König Jugurtha von 111 bis 105 v. Chr. nicht bloß als militärische Episode, sondern als Diagnose republikanischer Verfallserscheinungen. In gedrängter, archaisierender Prosa verbindet Sallust ethnographische Exkurse, Charakterporträts und politische Analyse. Der Krieg wird zum Prüfstein einer Aristokratie, deren Bestechlichkeit, Ehrgeiz und moralische Erschöpfung die Ordnung Roms gefährden. Gaius Sallustius Crispus, selbst Senator, Volkstribun und Parteigänger Caesars, schrieb aus unmittelbarer Erfahrung politischer Kämpfe der späten Republik. Seine zeitweilige Entfernung aus dem Senat, seine spätere Statthalterschaft in Africa Nova und die Nähe zu den Machtmechanismen Roms schärften seinen Blick für Korruption und soziale Spannung. Nach dem Rückzug aus der Politik formte er Geschichte zur moralischen Reflexion über Macht, Tugend und Gemeinwesen. Dieses Werk empfiehlt sich Lesern, die antike Historiographie nicht als bloße Chronik, sondern als intellektuelle Deutung politischer Krisen verstehen wollen. Sallust bietet eine eindringliche Lektüre über Krieg, Herrschaft und Verantwortung, deren Fragen nach öffentlicher Moral und institutionellem Zerfall weit über die römische Republik hinausreichen.
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