Der Gaulschreck im Rosennetz
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Der Gaulschreck im Rosennetz entfaltet eine zugleich komische und unheimliche Welt, in der österreichische Wirklichkeit, Traumlogik und mythologisch verbrämte Groteske ineinandergreifen. Herzmanovsky-Orlandos Prosa arbeitet mit barocker Überfülle, gelehrten Anspielungen, Sprachmasken und parodistischen Brechungen; sie steht im Kontext der österreichischen Phantastik zwischen Fin de Siècle, Habsburg-Nachklang und surrealer Moderne. Das Buch ist weniger lineare Handlung als ein kunstvoll verschlungenes Labyrinth aus Bildern, Stimmen und kulturellen Trümmern. Fritz von Herzmanovsky-Orlando, 1877 in Wien geboren und 1954 gestorben, war Architekt, Zeichner und Schriftsteller; seine ästhetische Sensibilität speist sich aus bildender Kunst, Theater, Esoterik, Antike und der untergehenden Welt Altösterreichs. Krankheit, Reisen und die Erfahrung des imperialen Zerfalls verstärkten seinen Blick für das Skurrile, Maskenhafte und Abseitige. Gerade diese biographische Mischung erklärt die eigentümliche Verbindung von Gelehrsamkeit, Ironie und phantasmagorischer Erfindungskraft. Empfohlen sei dieses Buch Leserinnen und Lesern, die literarische Abenteuer jenseits psychologischer Konventionen suchen. Wer Kafka, Kubin, Nestroy oder die groteske Seite der Wiener Moderne schätzt, findet hier ein singuläres Werk: schwierig, funkelnd, verspielt und von erstaunlicher kulturkritischer Präzision.
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Der Gaulschreck im Rosennetz entfaltet eine zugleich komische und unheimliche Welt, in der österreichische Wirklichkeit, Traumlogik und mythologisch verbrämte Groteske ineinandergreifen. Herzmanovsky-Orlandos Prosa arbeitet mit barocker Überfülle, gelehrten Anspielungen, Sprachmasken und parodistischen Brechungen; sie steht im Kontext der österreichischen Phantastik zwischen Fin de Siècle, Habsburg-Nachklang und surrealer Moderne. Das Buch ist weniger lineare Handlung als ein kunstvoll verschlungenes Labyrinth aus Bildern, Stimmen und kulturellen Trümmern. Fritz von Herzmanovsky-Orlando, 1877 in Wien geboren und 1954 gestorben, war Architekt, Zeichner und Schriftsteller; seine ästhetische Sensibilität speist sich aus bildender Kunst, Theater, Esoterik, Antike und der untergehenden Welt Altösterreichs. Krankheit, Reisen und die Erfahrung des imperialen Zerfalls verstärkten seinen Blick für das Skurrile, Maskenhafte und Abseitige. Gerade diese biographische Mischung erklärt die eigentümliche Verbindung von Gelehrsamkeit, Ironie und phantasmagorischer Erfindungskraft. Empfohlen sei dieses Buch Leserinnen und Lesern, die literarische Abenteuer jenseits psychologischer Konventionen suchen. Wer Kafka, Kubin, Nestroy oder die groteske Seite der Wiener Moderne schätzt, findet hier ein singuläres Werk: schwierig, funkelnd, verspielt und von erstaunlicher kulturkritischer Präzision.
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