Claudines Ehe
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Beschrijving
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Claudines Ehe, der dritte Band des Claudine-Zyklus, führt die einstige Schülerin und Pariser Beobachterin in das scheinbar geordnete Terrain der bürgerlichen Ehe. An der Seite ihres älteren Gatten Renaud entdeckt Claudine jedoch weniger häusliche Erfüllung als ein Geflecht aus Begehren, Eifersucht, gesellschaftlicher Maskerade und weiblicher Selbstprüfung. Colettes Prosa verbindet sinnliche Genauigkeit, ironische Schärfe und psychologische Beweglichkeit; im Kontext der Belle Époque erscheint der Roman als kühne Erkundung von Sexualität und Identität jenseits konventioneller Moral. Colette, 1873 als Sidonie-Gabrielle Colette geboren, schöpfte für die Claudine-Bücher aus Erfahrungen ihrer Jugend, ihrer Ehe mit dem Schriftsteller und Verleger Willy sowie aus der literarischen und mondänen Welt von Paris. Dass die frühen Romane zunächst unter Willys Namen erschienen, verleiht ihrem späteren Rang als eigenständige Autorin besondere Bedeutung. Ihre genaue Kenntnis weiblicher Abhängigkeiten, Rollenbilder und erotischer Ambivalenzen prägt gerade diesen Roman nachhaltig. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die französische Literatur um 1900 nicht nur als Gesellschaftsporträt, sondern als Labor moderner Subjektivität verstehen möchten. Claudines Ehe ist elegant, provozierend und erstaunlich gegenwärtig: ein Roman über Intimität, Macht und die schwierige Kunst, sich selbst nicht zu verlieren.
Claudines Ehe, der dritte Band des Claudine-Zyklus, führt die einstige Schülerin und Pariser Beobachterin in das scheinbar geordnete Terrain der bürgerlichen Ehe. An der Seite ihres älteren Gatten Renaud entdeckt Claudine jedoch weniger häusliche Erfüllung als ein Geflecht aus Begehren, Eifersucht, gesellschaftlicher Maskerade und weiblicher Selbstprüfung. Colettes Prosa verbindet sinnliche Genauigkeit, ironische Schärfe und psychologische Beweglichkeit; im Kontext der Belle Époque erscheint der Roman als kühne Erkundung von Sexualität und Identität jenseits konventioneller Moral. Colette, 1873 als Sidonie-Gabrielle Colette geboren, schöpfte für die Claudine-Bücher aus Erfahrungen ihrer Jugend, ihrer Ehe mit dem Schriftsteller und Verleger Willy sowie aus der literarischen und mondänen Welt von Paris. Dass die frühen Romane zunächst unter Willys Namen erschienen, verleiht ihrem späteren Rang als eigenständige Autorin besondere Bedeutung. Ihre genaue Kenntnis weiblicher Abhängigkeiten, Rollenbilder und erotischer Ambivalenzen prägt gerade diesen Roman nachhaltig. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die französische Literatur um 1900 nicht nur als Gesellschaftsporträt, sondern als Labor moderner Subjektivität verstehen möchten. Claudines Ehe ist elegant, provozierend und erstaunlich gegenwärtig: ein Roman über Intimität, Macht und die schwierige Kunst, sich selbst nicht zu verlieren.
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