Bonvouloir
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Beschrijving
Bol
Grethe Auers "Bonvouloir" entfaltet sich als historisch grundierter Roman über Vermittlung, Loyalität und politische Imagination in einer Epoche des Umbruchs. Im Zentrum steht eine Figur, deren Name zugleich Programm ist: guter Wille als moralische Kraft, aber auch als fragile diplomatische Haltung zwischen privaten Bindungen und öffentlichen Interessen. Auer verbindet erzählerische Anschaulichkeit mit psychologischer Feinzeichnung; ihr Stil ist präzise, kultiviert und von jener europäischen Bildung geprägt, die historische Stoffe nicht museal, sondern als Gegenwartsfragen lesbar macht. Grethe Auer, österreichisch-schweizerische Schriftstellerin und Übersetzerin, gehörte zu jener Generation von Autorinnen, die um 1900 literarische Arbeit, historische Bildung und weibliche Selbstbehauptung miteinander verbanden. Ihre Erfahrung kultureller Übergänge, ihr Interesse an fremden Sprachen und gesellschaftlichen Konstellationen mögen sie besonders für Stoffe sensibilisiert haben, in denen Identität, Pflicht und politische Verantwortung ineinandergreifen. "Bonvouloir" erscheint so auch als Ausdruck eines kosmopolitischen Denkens. Empfohlen sei dieses Buch Leserinnen und Lesern, die historische Prosa mit intellektuellem Anspruch schätzen. Wer nicht bloß Handlung, sondern Atmosphäre, Charakterstudie und ideengeschichtliche Tiefenschärfe sucht, findet hier ein Werk von stiller Eleganz und bemerkenswerter Aktualität.
Grethe Auers "Bonvouloir" entfaltet sich als historisch grundierter Roman über Vermittlung, Loyalität und politische Imagination in einer Epoche des Umbruchs. Im Zentrum steht eine Figur, deren Name zugleich Programm ist: guter Wille als moralische Kraft, aber auch als fragile diplomatische Haltung zwischen privaten Bindungen und öffentlichen Interessen. Auer verbindet erzählerische Anschaulichkeit mit psychologischer Feinzeichnung; ihr Stil ist präzise, kultiviert und von jener europäischen Bildung geprägt, die historische Stoffe nicht museal, sondern als Gegenwartsfragen lesbar macht. Grethe Auer, österreichisch-schweizerische Schriftstellerin und Übersetzerin, gehörte zu jener Generation von Autorinnen, die um 1900 literarische Arbeit, historische Bildung und weibliche Selbstbehauptung miteinander verbanden. Ihre Erfahrung kultureller Übergänge, ihr Interesse an fremden Sprachen und gesellschaftlichen Konstellationen mögen sie besonders für Stoffe sensibilisiert haben, in denen Identität, Pflicht und politische Verantwortung ineinandergreifen. "Bonvouloir" erscheint so auch als Ausdruck eines kosmopolitischen Denkens. Empfohlen sei dieses Buch Leserinnen und Lesern, die historische Prosa mit intellektuellem Anspruch schätzen. Wer nicht bloß Handlung, sondern Atmosphäre, Charakterstudie und ideengeschichtliche Tiefenschärfe sucht, findet hier ein Werk von stiller Eleganz und bemerkenswerter Aktualität.
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