Autobiographie eines Androgynen
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Autobiographie eines Androgynen ist ein außergewöhnliches Dokument der frühen Sexualwissenschaft und zugleich ein literarisch bewusst gestaltetes Selbstzeugnis. In nüchterner, bisweilen bekenntnishafter Prosa schildert Earl Lind das Leben einer Person, die sich zwischen den zeitgenössischen Kategorien von Geschlecht, Begehren und sozialer Zugehörigkeit bewegt. Das Buch verbindet autobiographische Erzählung, Fallstudie und moralische Verteidigungsschrift und steht im Kontext jener medizinischen und juristischen Debatten des frühen 20. Jahrhunderts, in denen "Inversion" und Androgynie erstmals öffentlich verhandelt wurden. Earl Lind, auch mit der Identität Jennie June verbunden, schrieb aus einer Position existenzieller Betroffenheit. Seine Erfahrungen in urbanen Milieus, mit Stigmatisierung, Polizeigewalt, ärztlicher Beobachtung und gesellschaftlicher Unsichtbarkeit prägen den Text grundlegend. Gerade weil Lind die Sprache der damaligen Wissenschaft aufnimmt, ohne sich ihr vollständig zu unterwerfen, entsteht ein seltenes Zeugnis: eine Selbstbeschreibung, die um Anerkennung ringt und zugleich die Grenzen der zeitgenössischen Begriffe offenlegt. Empfohlen sei dieses Buch Leserinnen und Lesern, die sich für queere Geschichte, Autobiographie, Gender Studies und die Genealogie moderner Identitätsdiskurse interessieren. Es ist nicht nur eine historische Quelle, sondern ein bewegendes literarisches Dokument über Selbstbehauptung unter repressiven Bedingungen.
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Autobiographie eines Androgynen ist ein außergewöhnliches Dokument der frühen Sexualwissenschaft und zugleich ein literarisch bewusst gestaltetes Selbstzeugnis. In nüchterner, bisweilen bekenntnishafter Prosa schildert Earl Lind das Leben einer Person, die sich zwischen den zeitgenössischen Kategorien von Geschlecht, Begehren und sozialer Zugehörigkeit bewegt. Das Buch verbindet autobiographische Erzählung, Fallstudie und moralische Verteidigungsschrift und steht im Kontext jener medizinischen und juristischen Debatten des frühen 20. Jahrhunderts, in denen "Inversion" und Androgynie erstmals öffentlich verhandelt wurden. Earl Lind, auch mit der Identität Jennie June verbunden, schrieb aus einer Position existenzieller Betroffenheit. Seine Erfahrungen in urbanen Milieus, mit Stigmatisierung, Polizeigewalt, ärztlicher Beobachtung und gesellschaftlicher Unsichtbarkeit prägen den Text grundlegend. Gerade weil Lind die Sprache der damaligen Wissenschaft aufnimmt, ohne sich ihr vollständig zu unterwerfen, entsteht ein seltenes Zeugnis: eine Selbstbeschreibung, die um Anerkennung ringt und zugleich die Grenzen der zeitgenössischen Begriffe offenlegt. Empfohlen sei dieses Buch Leserinnen und Lesern, die sich für queere Geschichte, Autobiographie, Gender Studies und die Genealogie moderner Identitätsdiskurse interessieren. Es ist nicht nur eine historische Quelle, sondern ein bewegendes literarisches Dokument über Selbstbehauptung unter repressiven Bedingungen.
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