Anker im Himmel
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Denn nachdem der Mensch das Projekt der Moderne in die Tat umgesetzt und sein Geschick selbst in die Hand genommen hat, kann er frei entscheiden, zu sein – oder auch nicht zu sein: Die Entscheidung über Fortbestand oder Auslöschung der Menschheit liegt in seinen Händen. ‚Man braucht keine Metaphysik und auch nicht deren volkstümliche Fassung, die Religion, sondern allenfalls eine gute Moral, um zu wissen, was zu tun ist‘ – so denken heute viele. Das ist und bleibt wahr, soweit es um Regeln für ein auskömmliches Miteinander geht. Heute stellt sich allerdings eine ganz neue Frage: Nachdem der Mensch das Projekt der Moderne umgesetzt und sein Geschick selbst in die Hand genommen hat, kann er frei darüber entscheiden, zu sein – oder nicht zu sein. Die eigene Existenz ist in seine Hand gelegt. Das Buch beantwortet jene Frage, die zu stellen wir heute gar nicht umhin kommen: die Frage nach der Legitimität unseres Daseins. Es genügt nicht, das Leben angenehm zu machen für uns, die wir schon auf der Welt sind. Wenn man das Recht in Anspruch nimmt, andere ins Leben zu rufen, muss dieses Leben ein großes Gut – und dem Nichts überlegen – sein. Dass aber das Sein mehr wert ist als das Nichts: Diese Behauptung versteht sich nicht von selbst, sie bedarf der Rechtfertigung. Man braucht eine starke Metaphysik, um die auch künftige Anwesenheit des Menschen auf der Welt zu begründen. Metaphysik – so erläutert das Buch – ist kein Wolkenschloss. Sie ist die Infrastruktur – der Unterbau – des menschlichen Lebens, der Nachweis seines rechtmäßigen Daseins. Der AutorDr. Rémi Brague ist Professor em. für Philosophie an der Paris I Panthéon-Sorbonne und der Ludwig-Maximilians-Universität München. Seine Bücher sind in 18 Sprachen übersetzt. Der HerausgeberDr. Christoph Böhr ist ao. Professor am Institut für Philosophie der Hochschule Heiligenkreuz/Wien.
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Denn nachdem der Mensch das Projekt der Moderne in die Tat umgesetzt und sein Geschick selbst in die Hand genommen hat, kann er frei entscheiden, zu sein – oder auch nicht zu sein: Die Entscheidung über Fortbestand oder Auslöschung der Menschheit liegt in seinen Händen. ‚Man braucht keine Metaphysik und auch nicht deren volkstümliche Fassung, die Religion, sondern allenfalls eine gute Moral, um zu wissen, was zu tun ist‘ – so denken heute viele. Das ist und bleibt wahr, soweit es um Regeln für ein auskömmliches Miteinander geht. Heute stellt sich allerdings eine ganz neue Frage: Nachdem der Mensch das Projekt der Moderne umgesetzt und sein Geschick selbst in die Hand genommen hat, kann er frei darüber entscheiden, zu sein – oder nicht zu sein. Die eigene Existenz ist in seine Hand gelegt. Das Buch beantwortet jene Frage, die zu stellen wir heute gar nicht umhin kommen: die Frage nach der Legitimität unseres Daseins. Es genügt nicht, das Leben angenehm zu machen für uns, die wir schon auf der Welt sind. Wenn man das Recht in Anspruch nimmt, andere ins Leben zu rufen, muss dieses Leben ein großes Gut – und dem Nichts überlegen – sein. Dass aber das Sein mehr wert ist als das Nichts: Diese Behauptung versteht sich nicht von selbst, sie bedarf der Rechtfertigung. Man braucht eine starke Metaphysik, um die auch künftige Anwesenheit des Menschen auf der Welt zu begründen. Metaphysik – so erläutert das Buch – ist kein Wolkenschloss. Sie ist die Infrastruktur – der Unterbau – des menschlichen Lebens, der Nachweis seines rechtmäßigen Daseins. Der AutorDr. Rémi Brague ist Professor em. für Philosophie an der Paris I Panthéon-Sorbonne und der Ludwig-Maximilians-Universität München. Seine Bücher sind in 18 Sprachen übersetzt. Der HerausgeberDr. Christoph Böhr ist ao. Professor am Institut für Philosophie der Hochschule Heiligenkreuz/Wien.
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